Logo  
   

Aktuelles

Achtung beim Steuerbescheid

Erfasst das Finanzamt einen gemeldeten Arbeitslohn falsch, kann das dauerhafte Auswirkungen haben, sowohl zugunsten als auch zulasten des Steuerzahlers. So lautet eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH). Es wurden zwei Lohnmeldungen für zwei verschiedene Arbeitgeber korrekt in Papierform abgegeben. Jedoch wurde hiervon nur eine vom Finanzamt erfasst. Das Finanzamt wollte den Steuerbescheid, nachdem der Fehler erkannt wurde, zulasten der betroffenen Beschäftigten ändern. Diese klagten jedoch mit Erfolg dagegen. Der BFH urteilte, dass dies keine offenbare Unrichtigkeit, z. B. "Schreibfehler, Rechenfehler oder ähnliche Unrichtigkeiten" sei. Auch im Nachhinein dürfen solche Unrichtigkeiten "jederzeit" geändert werden. Die Richter sahen einen falsch erfassten Arbeitslohn nicht als mechanisches Versehen, sondern als Ermittlungsfehler des Finanzamts. Eine Korrektur im Nachhinein sei nicht möglich. Wurde aufgrund einer fehlerhaften Meldung des Arbeitgebers zu viel Arbeitslohn erfasst, kann sich auch der Steuerpflichtige nicht auf "offenbare Unrichtigkeit" berufen, so der BFH (Az.: VI R 41/16).

 

 

 

Freiburger Steuerberatungs-
gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft


Wentzingerstraße 23

79106 Freiburg

 

Telefon 0761 / 385 60-0

Telefax 0761 / 385 60-48

E-Mail